Trainer:in 4.0 – Wer ist das?

Die Bildungswelt verändert und entwickelt sich kontinuierlich.

In den letzten zwei Jahren haben wir in vielerlei Hinsicht sogar sicherlich eine beschleunigte Entwicklung gesehen.

Das hat bei vielen Trainer:innen Unsicherheit ausgelöst und bis heute fühlen sich einige beim Blick auf die Zukunft überfordert.

Denn gleichzeitig kompetente Präsenz-, Online- und Hybrid-Trainer:innen im ständigen Wechsel zu sein, ist eine ganz schöne Mammutaufgabe.

Wir ziehen daher heute einmal Resümee und haben gesammelt, welche Skills moderne Trainer:innen für eine sichere Zukunft besonders brauchen:

Die richtige Dosis Online

Viele Trainer:innen mussten vor zwei Jahren schmerzlich erfahren, dass sie im Online-Bereich etwas Nachholbedarf haben.

Aber auch jetzt gibt es immer noch viele, die sich mit Online überfordert fühlen. Dabei kann ein solides digitales Konzept ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfestigkeit sein.

Es fühlt sich vielleicht weniger überwältigend an, wenn Du Dir einen kleinen Methodenkoffer anlegst, mit dem Du dich sicher fühlst.

Heißt also nicht, dass Du jede Plattform und jedes Tool in- und auswendig kennen musst. Sondern es reicht oft vollkommen aus, wenn Du Dich detailliert in eine Plattform (wie zum Beispiel Zoom) einarbeitest und dazu drei einfache Allround-Tools (etwa Jamboard, Padlet) gut kennst.

Mit diesen Werkzeugen kannst Du ohne Probleme ein teilnehmerorientiertes Online-Seminar mit Gruppenarbeiten auf die Beine stellen!

Festgefahren?

Auch dies ist eine wichtige Erkenntnis der letzten Zeit: Stillstand ist keine Option.

Ohne Flexibilität und die Fähigkeit auch spontaner zu reagieren, werden wir schnell unschön überrascht.

Verschiedene Formate grundsätzlich zu verstehen und kurzfristig umstellen zu können, ist beinahe unverzichtbar geworden.

Ein verlässliches Konzept zu haben, ist immer gut. Aber bei technischen Störungen oder unvorhergesehenen Umstellungen einige Pläne in der Hinterhand zu haben, kann Dir heutzutage wahrlich das Trainer-Leben retten.

Denn ein Plan A ist immer nur so gut wie ein Plan B.

Nehmer-Qualitäten

Ja, auch kritisches Feedback mussten einige Trainer:innen zuletzt häufiger einstecken als sie es aus ihren Präsenz Seminaren gewohnt waren.

Viele Trainer:innen haben uns erzählt, dass sie dieses Gefühl der Unsicherheit sehr getroffen hat. Denn wenn Du es gewohnt warst, Dich pädagogisch sicher und kompetent zu fühlen, hat Dir die Pandemie vielleicht auch ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen.

Aber selbst aus diesen Erfahrungen können wir für die Zukunft lernen: Kritikfähigkeit ist eine wichtige Kompetenz.

Und die Basis für unsere Weiterentwicklung ist das Feedback der Teilnehmer:innen. Wenn Du Dich in einem Bereich unsicher fühlst, sind Feedback und Austausch sogar noch wertvoller – auch wenn es nicht gleich auf Anhieb so positiv ist wie erhofft!

Die richtige Ausrichtung

Die Zeiten des Frontal-Unterrichts sind vielerorts vorbei – zum Glück.

Denn die meisten Pädaog:innen haben mittlerweile erkannt, dass nur Handlungswissen den Lernenden wirklich langfristig nutzt.

Denn die wichtige Frage, nach der Berufstätige beurteilt werden, ist am Ende nicht „Was weißt Du?“, sondern „Was kannst Du?“.

Und dennoch neigen viele gute Lernbegleiter:innen gerade Online dazu, in alte Muster zu verfallen. Denn wenn Du mehr mit der Technik als der Gruppe beschäftigt bist, lenkt das vom Wesentlichen ab.

Daher brauchst Du zumindest handlungsgorientierte Basismethoden, die in verschiedenen Modi funktionieren und in denen Du dich gleichermaßen sicher fühlst.

Auch der Wert der Lerngruppe an sich sollte von modernen Trainer:innen nicht unterschätzt werden. Das riesige methodische Potential, das in der Gruppe schlummert, wird nur durch soziale Lernsettings wirklich genutzt.

Lebenslanges Lernen

Wie wichtig das lebenslange Lernen auch für uns ist, haben wir alle am eigenen Leib erfahren. Idealerweise sollte das nicht ganz so abrupt ablaufen, sondern ein kleines Stück jeden Tag.

Selbst die kompetentesten Trainer:innen können sich noch verbessern und neue Tools und  Methoden entdecken.

Sei neugierig und tausche Dich so viel wie möglich mit anderen Pädagog:innen aus – so fällt es Dir ganz leicht, natürlich up-to-date zu bleiben.

Gerade Online gibt es viele gute Austauschgruppen – wir haben übrigens auch eine, mit über 600 Trainer:innen und monatlichen Treffen, die Du >>hier findest 😉

Teamwork – auch für Selbstständige

Wo wir gerade über das Netzwerken sprechen: Einige freiberufliche und selbstständige Trainer:innen leben manchmal als natürliche Konsequenz in ihrer eigenen Blase.

Dadurch verkümmern die Teamwork-Fähigkeiten ab und zu etwas. Dabei sind zum Beispiel Business Partnerschaften oftmals eine fantastische Gelegenheit, um voneinander zu lernen und Dich besser zu positionieren.

Mit methodisch gleichgesinnten Trainer:innen gemeinsame Lernvideos, Podcasts oder eBooks zu erstellen, kann für alle Seiten fruchtbar sein.

Auf diese Weise hast Du zusätzlich auch immer Ansprechpartner:innen, wenn Du mal eine neue Methode oder ein Tool gemeinsam ausprobieren möchtest.

Kulturelles Bewusstsein

Das globale Dorf in vielen Unternehmen und Lerngruppen schon lange Realität. Und auch über das Internet und soziale Medien vernetzen wir uns immer mehr über Grenzen hinweg.

Das bedeutet auch für Trainer:innen (sowie für Menschen insgesamt), dass interkulturelle Offenheit als Kompetenz immer wichtiger wird.

Tatsächlich kann kulturelle Vielfalt ein unglaublich belebender Faktor für viele Gruppenarbeiten sein. Denn verschiedene Sichtweisen und kulturelle Perspektiven eröffnen allen Teilnehmer:innen neue Horizonte.

Die gute Nachricht zum Schluss

Auch wenn der Blick in die Zukunft vielleicht manchmal ungewiss ist, der Beruf Pädagog:in ist insgesamt ziemlich krisensicher.

Moderne Lernbegleiter:innen mit Erfahrung werden immer gebraucht werden, auch wenn sich Lernformen und Methoden verändern mögen.

Tatsächlich bietet die BBC eine >>Jobsuchmaschine an, die anzeigt mit welcher Wahrscheinlichkeit Berufsfelder automatisiert werden können:

Quelle: BBC

Wenn man dieser Grafik also Glauben schenken mag, brauchen sich Trainer:innen so schnell keine Sorgen machen – solange sie dafür sorgen, dass sie pädagogisch auf der Höhe bleiben.

Gibt es noch einen Kompetenzbereich, den Du persönlich für besonders wichtig hältst? Dann schreibe uns einen Kommentar!

So gelingt Dir eine Challenge, die Wunschkund:innen anzieht

Wenn Du gelegentlich auf Social Media unterwegs bist, hast Du sicherlich schon die eine oder andere Challenge gesehen.

Eine Challenge, also wortwörtlich eine Herausforderung, ist meistens eine mehrtägige Aktion, die ein bestimmtes Ziel verfolgt.

„Die 21 Tage Meditations Challenge“, „1 Woche vegan leben“,  „Die 7-Tage Money Mindset Challenge“, und so weiter.

Es gibt Challenges auf allen Gebieten; sehr beliebt sind beispielsweise auch Technik oder bestimmte Programme. Denn so können Teilnehmer:innen mit etwas Anleitung ein paar praktische Tipps mitnehmen und sich gemeinsam mit anderen in die Grundsätze einarbeiten.

Wenn Du schon eine Weile bei uns bist, warst Du eventuell auch schon mal beim bekannten „Methodenkoffer“ dabei, Andreas Challenge für Trainer:innen.

Welchen Zweck erfüllt eine Challenge für Dich und wie gestaltest Du sie so, dass sie für die Teilnehmer:innen tatsächlich auch inhaltlich von Nutzen ist?

Wieso kann sich eine Challenge für Dich lohnen?

Dass Du mittlerweile auf den sozialen Medien über so vielfältige Challenges stolperst, hat meistens einen wichtigen Hintergrund: Neukundengewinnung. Denn über eine thematisch interessante Challenge holst Du Dir genau die Menschen heran, die Deinen Inhalten – und in der Folge auch Deinen Angeboten – zugewandt sind.

Es sei erwähnt, dass Du für die Vermarktung einer Challenge auf jeden Fall etwas Geld in die Hand nehmen musst, etwa in Form von Facebook Werbung.

Denn wir gehen mal davon aus, dass Du keine Millionen Follower hast und Deine Challenge mal eben organisch füllen kannst. Keine Sorge, das geht den meisten Challenge-Ersteller:innen so.

Im Übrigen ist auch das ein Nebeneffekt einer interessanten Challenge. Du wirst neue Follower gewinnen, die an Deinen Inhalten Interesse haben und auch Deinen E-Mail Verteiler mit neuen Kontakten auffüllen.

Eine Challenge ist ein relativ aufwändiges Freebie, das bedeutet aber nicht, dass Du damit nur finanziellen Verlust machen wirst. Denn idealerweise bietest Du neben dem kostenlosen Content der Challenge auch gleich ein passendes Seminar-Angebot oder Ähnliches an.

Das ist der Gold-Standard unter den Challenges: Du bietest einen echten inhaltlichen Mehrwert – und das sogar kostenlos – und findest gleichzeitig neue zahlende Kund:innen, die perfekt zu Deinem Angebot passen.

Was macht eine gute Challenge aus?

Jetzt weißt Du, wieso sich der Aufwand einer Challenge für Dich lohnen kann. Doch was gibt es bei der Gestaltung und Durchführung zu beachten?

Der allerwichtigste Grundsatz ist: Die Inhalte müssen wirklich einen Wert haben! Du kannst nicht nur eine Challenge mit Teilnehmer:innen füllen und sie praktisch zu einer mehrtägigen Verkaufsveranstaltung einladen.

Überlege Dir wertvolle Tipps, die stellvertretend für Dich und Dein Angebot stehen. Dann funktioniert Deine Challenge als eine Art Appetithäppchen, das den richtigen Kund:innen Lust auf mehr macht.

Der zweite wichtige Grundsatz ist, dass Deine Inhalte am besten einen praktischen Nutzen haben sollten und mit einer Form der Handlungsaufforderung verbunden sind, etwa einer kleinen Tagesaufgabe.

Diese täglichen Inhalte und Aufgaben sollten aber dennoch nicht zu umfangreich sein, sonst wirkt es eher abschreckend. Überlege Dir einfache Tipps, sie schnell und einfach umzusetzen sind und am besten einen direkt spürbaren Lernerfolg haben – so klein er auch sein mag.

Denn Deine Challenge-Teilnehmer:innen sind vermutlich Menschen in einem beschäftigen Arbeitsalltag, die sich nicht unbedingt Zeit für umfangreiche Inhalte nehmen können (oder in diesem Rahmen wollen).

Eine Challenge ist nicht der Ort für theoretische Abhandlungen und umfangreiches Hintergrundwissen – hier brauchst Du Tipps, die auf Ergebnisse abzielen! So vermeidest Du auch, dass Teilnehmer:innen direkt aussteigen, weil sie bereits nach Tag 1 nicht mehr hinterher kommen.

Tipps für die Durchführung

Eine Challenge findet über einen bestimmten Zeitraum statt. Auf diese Weise entstehen ein wenig Verbindlichkeit und Motivation. Wie viele Tage Deine Challenge umfassen soll, bestimmst Du selbst.

Bedenke aber, dass zu ausgedehnte Challenges auch bewirken, dass Dir mit fortschreitender Zeit viele Menschen aussteigen. Wenn Du also zum Beispiel ein abschließendes Verkaufs-Seminar planst, sollte Deine Challenge nur über wenige Tage gehen.

Wie verteilst Du jetzt Deine täglichen Inhalte an Deine Teilnehmer:innen? Grundsätzlich hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder per E-Mail oder über eine Gruppe.

Wenn Du die E-Mail Variante wählst, musst Du einerseits dafür sorgen, dass Du auf jeden Fall ein Anmeldeverfahren hast, um die Mail-Adressen zu erfassen. Das solltest Du ohnehin machen, da Du so eben auch die besagte E-Mail Liste füllen kannst.

Zusätzlich brauchst Du dann natürlich auch passende Seiten für Deine Inhalte, auf die Du in den täglichen Mails verweist. Auf diesen Seiten erklärst Du die jeweilige Tagesaufgabe oder gibst andere Infos – am besten funktioniert das übrigens mit unterstützenden Videos. Auch dies ist also etwas Aufwand, den Du im Vorfeld einplanen musst.

Wenn Du kein E-Mail Marketing betreibst oder Seiten erstellen möchtest, kannst Du Deine Challenge Inhalte natürlich auch einfach in eine Gruppe stellen, der die Teilnehmer:innen beitreten.

Wir empfehlen aber trotzdem auf jeden Fall Variante 1 – die Gruppe kannst Du aber natürlich zusätzlich nutzen!

Eine Beispiel-Seite aus der Methodenkoffer Challenge mit begleitendem Video und Tagesaufgaben

Der Community Aspekt

Apropos Gruppe. Eine Gruppe empfiehlt sich in jedem Fall für eine Challenge.

Wenn Du Deine Teilnehmer:innen bei Facebook oder LinkedIn gefunden hast, macht etwa eine geschlossene Gruppe auf der jeweiligen Plattform Sinn.

Diese Gruppen haben den Vorteil, dass Teilnehmer:innen sich sowohl mit Dir als auch untereinander austauschen können. Hier können sie ihre Ergebnisse der Tagesaufgaben teilen und Feedback geben und erhalten.

Außerdem schafft auch die Gruppe eine weitere Prise freundlicher Verbindlichkeit und erinnert regelmäßig an die Challenge und die Inhalte. Es entsteht eine Art Gruppengefühl, da alle gemeinsam starten und etwas lernen möchten. Das erhöht die Motivation, da niemand alleine lernen muss.

Die Gruppe ist auch für Dich unheimlich wichtig, da Du hier viel über Deine Zielgruppe und potentiellen Kund:innen erfahren kannst. Was sind ihre größten Herausforderungen und welche Themen bewegen sie gerade besonders?

Wenn Du die Antworten auf diese Fragen kennst, kannst Du mit Deinen Angeboten noch viel bessere Antworten liefern! Eine Challenge ist also gleichzeitig auch etwas Marktforschung für Deine zukünftigen Inhalte und Angebote.

Sei präsent!

Es ist Deine Challenge, also gilt allgemein: Bringe Dich ein!

Denn es geht ja auch darum, dass die Teilnehmer:innen Dich kennenlernen und Vertrauen zu Dir und Deinen Leistungen aufbauen.

Zugegeben ist selbst eine kurze Challenge schon durchaus etwas Aufwand, aber auch hier kannst Du sogar noch einige Boni einbauen.

Du kannst beispielsweise zusätzlich zu den anderen Inhalten täglich über Deine Gruppe eine kurze Live Session veranstalten. Hier kannst Du direkten Kontakt schaffen, Dich mehr als Expert:in platzieren und Fragen Deiner Teilnehmer:innen beantworten.

Vielleicht mag es Dir jetzt so vorkommen, als sei eine Challenge mit relativ viel Arbeit verbunden – und das alles ohne direkte Bezahlung. Aber wir haben Dir hier hoffentlich gezeigt, dass sich das trotzdem sehr für Dich lohnen kann.

Betrachte eine Challenge von Anfang an als Investition in die Gewinnung Deiner Wunschkund:innen!

Tipps für Teams und Teamleiter:innen

Die Fähigkeit zu gutem Teamwork ist oft eines der ersten Dinge, die potentielle Arbeitgeber:innen abfragen oder praktisch testen.

Kein Wunder, denn die meisten Menschen arbeiten regelmäßig auf die eine oder andere Weise im Team, in einem Kollegium oder in verschiedenen Gruppen. Teams sind nicht immer einfach zu navigieren, denn es laufen stets vielfältige Prozesse auf einer persönlichen und fachlichen Ebene gleichzeitig ab.

Teamarbeit hat aber auch viele positive Nebeneffekte:

  • Wissensaustausch und diverse Expertisen führen zu besseren Ergebnissen und generieren neues Wissen für alle
  • Schwierige Aufgaben lassen sich gemeinsam oft besser bewältigen
  • Ein gutes Team fördert auch die Eigenverantwortung und Motivation
  • Positive Erfahrungen im Team erhöht die allgemeine Zufriedenheit und damit auch die Produktivität

Doch was ist gutes Teamwork überhaupt genau? Und wie können Teamleiter:innen für gute Stimmung und eine effektive Struktur sorgen?

Wie entsteht ein Team?

Im Grunde gibt es 4 Phasen, die ein Team auf dem Weg zu einer gut geölten Maschine durchläuft:

1. Forming (Orientierungsphase)

Hier beginnt erstmal das soziale und fachliche Abtasten. In dieser ersten Phase ist die Rolle der Teamleitung besonders wichtig. Sie sollte klar kommunizieren und anfänglich vor allem deutliche Anweisungen und Sicherheit geben. Auch die Kontrolle des Leistungsfortschritts ist in der ersten Phase noch ein wichtiges Element, auf dem Weg zu effektiven Einzelleistungen und einem guten Team.

2. Storming (Konfrontationsphase)

Nachdem sich alle ein wenig eingewöhnt haben, fangen die Mitglieder an, sich mehr zu positionieren. In dieser Phase finden alle ihre Rollen und hier muss die Teamleitung besonders aufmerksam sein und die Motivation hochhalten.

In dieser Phase kommt es auch oft zu Konflikten und es ist wichtig, dass diese auch ausgetragen werden – natürlich zivilisiert. So kannst Du späteren Schwierigkeiten vorbeugen, da sie sich gar nicht erst festigen.

3. Norming (Regelungsphase)

Nachdem die manchmal holprigen Anfangsphasen überstanden sind, entwickeln sich Routinen und Konventionen. Wenn die ersten Phasen souverän gemeistert und angeleitet wurden, wird das Team nun zielorientierter und somit auch effizienter. Somit kann die Leitung nun auch weniger kontrollieren – die regelmäßige Kommunikation bleibt aber weiterhin wichtig!

4. Performing (Leistungsphase)

Es hat sich nun alles eingependelt. Rollenverteilungen sind klar und Strukturen greifen. Idealerweise ist die Arbeit durch eine gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung gekennzeichnet. Damit ist auch die Motivation besonders hoch.

Als Teamleitung kommunizierst Du weiterhin und regst auch Austausch untereinander an, aber schenkst auch immer mehr Vertrauen.

Tipps für Teams

Kommunikationswege öffnen

Modernes Teamwork organisiert sich gerne über digitale Kanäle. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem welchen Messenger-Dienst die Beteiligten eventuell bereits nutzen. Es sollte aber ein Dienst sein, der sich einfach über mobile Geräte nutzen lässt.

Je niedriger die Kommunikationsschwelle ist, desto mehr nutzt das Team die Kanäle auch zur informellen Kommunikation. So entwickelt sich schneller eine Gruppendynamik und die Team Mitglieder stellen eher offen ihre Fragen.

Aber auch regelmäßige Live Meetings zwecks Austausch und Klärung sollten im Terminplan verankert sein – natürlich gerne auch per Konferenzsoftware, da sich dies bei vielen Teams und Situationen ohnehin anbietet.

Ein gutes Team besteht aus starken Individuen

Damit Teamarbeit so angenehm und effizient wie möglich ist, müssen alle Einzelnen einen Teil der Last tragen. Das bedeutet, dass alle Team Mitglieder ihren Beitrag leisten müssen und die Arbeit so gleichmäßig wie möglich auf die verschiedenen Schultern verteilt wird.

Dazu zählt auch, dass die Teamleiter:innen die Team Mitglieder entsprechend ihrer jeweiligen Fachgebiete, Backgrounds oder Interessen einsetzt. Denn nur wenn sich jedes einzelne Mitglied am guten Gelingen beteiligt fühlt, sind sie auch motiviert. Das Gefühl von gemeinsamen Zielen ist extrem förderlich für die allgemeine Stimmung.

Auch Verantwortung ist hier wichtig, denn das gesamte Team ist für die Arbeit und dann auch für den Erfolg verantwortlich – und verdient gemeinsam das Lob, wenn ein Projekt gelingt!

Im Übrigen solltest Du Erfolge und gute Leistungen auch zwischendurch nicht immer als selbstverständlich betrachten: Wenn die Teamleitung bewusst anerkennende und wertschätzende Rückmeldung gibt, arbeiten Menschen gleich viel lieber.

Das heißt es darf auch gerne mal gemeinsam gefeiert werden. Auch andere Events oder Teambuilding-Maßnahmen können die Zusammenarbeit dauerhaft verbessern.

Konflikte nicht schwelen lassen

Wo Menschen sind, da gibt es Konfliktpotential. Früher oder später kommt es in Teams zu Meinungsverschiedenheiten oder auch persönlichen Differenzen. Oben haben wir das in der zweiten Phase der Teamfindung angerissen.

Andauernde Konflikte zu ignorieren, löst sie nur selten auf. Im Gegenteil, schon bald stören sie auch den Arbeitsfluss und die Kommunikation.

Hier ist es auch immer die Verantwortung der Teamleitung, aufmerksam zu bleiben und Gespräche anzuregen. Es ist oft ratsam, beobachtete Dinge zunächst in Einzelgesprächen anzusprechen. Wenn es Unmut innerhalb des gesamten Teams gibt, sollte aber auch darüber offen gesprochen werden.

Dann ist es wichtig, dass alle zu Wort gekommen und man sich gegenseitig aussprechen lässt. Eine gesunde Konfliktkultur ist auch niemals persönlich, sondern bezieht sich nur auf die Arbeit. In diesem Fall fungieren Teamleiter:innen am besten als Moderator:innen oder im Zweifel sogar Mediator:innen – Du sorgst dafür, dass die Konfliktbewältigung nicht vom Weg abkommt.

Auch aktives Zuhören ist für Teamleiter:innen eine besonders wichtige Kompetenz: Viele Konflikte und Unzufriedenheit kündigt sich oft zwischen den Zeilen an. Dann ist es nötig, dass sich das Team von der Leitung ernst genommen und gehört fühlt.

Eingeschliffen, aber nicht stumpf

Hat ein Team erst einmal die vierte Phase erreicht, sollten die Prozesse weitgehend effizient ablaufen.

Hier lauert die Gefahr, dass sich das Team gegen eigentlich förderliche Neuerungen sperrt. Denn die Zusammenarbeit und Leistung kann fast immer noch optimiert werden. Aber haben Teams sich einmal erst gefestigt, werden sie gerne etwas träge.

Daher ist es wichtig, dass es nie zum völligen Stillstand kommt. Als Teamleiter:in sorgst Du daher dafür, dass die Kooperation dynamisch bleibt und auch regelmäßig neue Dinge ausprobiert werden. Denn nur durch eine konstante Weiterentwicklung bleibt ein Team auch leistungsfähig – professionell-fachlich und menschlich.

Diversität macht kreativ

Je größer die Bandbreite an unterschiedlichen Expert:innen ist, desto kreativer werden die Lösungen.

Dabei gilt Diversität für fast alle Merkmale: sozio-demografisch oder kulturell, aber auch im Hinblick auf Persönlichkeiten und Fähigkeiten. Wenn alle Team Mitglieder denselben Hintergrund haben, kommen sie vermutlich oft an derselben Stelle aus.

Wenn viele verschiedene Backgrounds zusammenkommen, ergeben sich aus einem Team oft viel kreativere und innovativere Ansätze.

In einem sehr heterogenen Team ist der offene und kontinuierliche Austausch dann aber sogar noch wichtiger. Denn aus vielen Perspektiven muss dann manchmal noch stärker aussortiert und zusammengedampft werden.

Tipps für Vorträge, bei denen Zuhörer:innen nicht wegschlafen

In den meisten Fällen sprechen wir hier über Seminare, die so teilnehmerorientiert und kollaborativ wie möglich sein sollen. Doch leider kommen viele Trainer:innen um reine Vorträge, Vorlesungen oder Webinare nicht ganz herum.

Und es gibt wohl kein schlimmeres Gefühl, als wenn Dir die Aufmerksamkeit der Zuhörer:innen langsam entgleitet und Du genau weißt, es bleibt ohnehin nicht viel hängen. Dabei ist Dein Thema interessant und wichtig, aber ohne direkte Involvierung hält sich die Begeisterung der Teilnehmer:innen gerne in Grenzen.

Du läufst zwar auf Präsentations-Adrenalin, doch im Raum breitet sich Müdigkeit aus. Veranstaltungen, die Teilnehmer:innen nur als Zuhörerschaft vorsehen, werden im schlimmsten Fall zu einer Übung im E-Mails Checken. Kein Wunder, denn im Prinzip sagt man, dass wir unsere ungeteilte Aufmerksamkeit nicht länger als 7 Minuten aufrecht erhalten können.

Die folgenden Tipps sind für alle Formate gedacht, die hauptsächlich um eine vortragende Person zentriert sind, sind also auch für längere Input-Phasen oder Präsentationen anwendbar:

1. Die 7-Minuten Regel

Da sind sie schon wieder, die 7 Minuten. Denn laut Aufmerksamkeitsforschern ist das die Zeitspanne, in der wir uns beim Zuhören maximal auf eine Sache konzentrieren können. Darüber hinaus schalten wir schnell ab und können keine weiteren Informationen aufnehmen.

Klingt nach einem Problem, denn die meisten Vorträge oder Webinare dauern wohl kaum 7 Minuten. Die Lösung ist denkbar einfach: Du musst Deinen Vortrag in maximal 7 Minuten-Häppchen einteilen.

Das bedeutet, spätestens alle 7 Minuten muss etwas passieren. Ein Medien- oder Themenwechsel, eine kurze gemeinsame Übung, ein Zaubertrick. Es ist eigentlich egal: Du musst es nur schaffen, den Aufmerksamkeits-Timer zurückzusetzen. So kommen Deine Zuhörer:innen gar nicht erst in diesen Modus, in dem sie langsam von einem dahinplätschernden Vortrag eingelullt werden.

2. Der Einstieg entscheidet

Es ist ähnlich wie beim Dating: Die Zuhörer:innen entscheiden ganz intuitiv zu Beginn, ob sie Dir weiterhin ihre Aufmerksamkeit schenken werden. Daher brauchst Du einen effektiven Opener.

Da darf es auch ruhig mal ein wenig überzogen sein, wenn Du beispielsweise eine besonders provokante Frage oder These aufstellst. Du kannst auch aktuelle Themen aus den Nachrichten aufgreifen oder eher eine humorvolle Variante wählen.

Alternativ kannst Du auch direkt zu Anfang einen Bonus, Freebie oder praktischen Nutzen anteasern. So wissen die Teilnehmer:innen, dass Dein Vortrag auf jeden Fall für sie wertvoll sein wird.

3. Körperlichkeit und nonverbale Unterstützung

Gestik, Mimik und Stimme sind wichtige Elemente bei Vorträgen und Präsentationen. Bewusste Gestik kann an wichtigen Stellen akzentuieren und das Verständnis unterstützen. Zu viel Bewegung wirkt dagegen schnell unruhig und lenkt eher ab.

Im Übrigen sind auch Sprechpausen effektiver als Du denkst. Bewusst gesetzte Pausen schaffen besonders viel Aufmerksamkeit für das, was danach folgt – also etwa einen besonders wichtigen Punkt, der hängen bleiben muss.

Deine Stimme trägt am besten, wenn Du gerade und aufrecht stehst, die Füße etwa hüftbreit. Je weniger angespannt Du und Deine Körperhaltung sind, desto klarer wird Deine Stimme und damit auch die Wirkung. Das Thema Stimme haben wir bereits in einem >>Artikel aufgegriffen, er enthält auch ein paar praktische Stimmübungen.

Wenn Du Online arbeitest, solltest Du Dir für Vortragssituationen also auch ein Setup überlegen, bei dem Du stehen kannst. Da über digitale Wege auch nonverbale Signale immer etwas reduziert wirken, solltest Du hier besonders auf Mimik und Gestik achten. Sorge auch dafür, dass Deine Kamera Dich auf jeden Fall mindestens zur Taille einfängt, damit auch Deine Arme und Hände gut sichtbar sind.

4. Möglichkeiten zur Aktivierung finden

In jedem Format und bei jeder Teilnehmerzahl kannst Du Wege finden, etwas Interaktion oder Aktivierung einzubinden.

Die einfachste Variante sind wohl offene Fragen zu stellen. Eine direkt gestellte Frage rüttelt nicht nur automatisch wieder alle wach und „zwingt“ zum Nachdenken, sondern lädt auch zum Mitmachen ein – selbst wenn die Frage rein rhetorisch ist. Denn alleine der Unterschied zwischen einem längeren Vortrag, in dem die Teilnehmer:innen nur passiv zuhören und einer an sie gerichteten Frage, unterbricht den Fluss.

Natürlich kannst Du auch tatsächlich ein paar Meinungen aus dem Publikum einholen oder per Handzeichen abstimmen lassen, wenn es sich anbietet.Für diese Anlässe eignen sich auch immer die Mobilgeräte der Zuhörer:innen, vor allem Online, da Du hier noch einfacher Links zu etwa einer kurzen Mentimeter-Abstimmung verteilen kannst.

Aber auch in Präsenz lässt sich das durchaus umsetzen, beispielsweise über vorne groß gezeigte oder ausgeteilte QR-Codes. Hier ist dann allerdings zu beachten, dass dies etwas mehr Zeit beanspruchen kann.

Vielleicht lässt Dein Thema sogar einige praktische Übungen zum Mitmachen zu. Falls nicht, kannst Du trotzdem kleine Einheiten einstreuen, die etwas Bewegung einbauen. Wähle hier nichts Komplexes oder Aufwändiges, es kann auch eine Übung sein, die zum Beispiel nur die Hände beansprucht.

5. Lieber bild- als wortgewaltig

Eigentlich sollte dieser Grundsatz mittlerweile bekannt sein, aber dennoch sitzt man immer wieder in Vorträgen, die einen mit Folien voller Text erschlagen.

Diese Art der Präsentation hat viele Nachteile: Zum einen hört Dir praktisch niemand mehr zu, wenn alle mitlesen. Zum anderen bleibt so einfach nichts hängen, da die Informationsdichte zu hoch ist. Es verhindert auch, dass Teilnehmer:innen wirklich reflektieren und selbst nachdenken, da sie nur mit der Aufnahme beschäftigt sind.

Das bedeutet: Reduzierte Folien und hauptsächlich visuelle Hilfen. Denn Worte kannst Du immer selbst sagen, nutze lieber Bilder und Medien, die Deinen Vortrag erweitern. Die Informationen in voller Länge kannst Du immer im Anschluss als Handout austeilen oder digital zur Verfügung stellen.

6. Inhaltlich auf dem Teppich bleiben

Auch die Inhalte an sich sollten nicht zu theorielastig sein. Je besser Du den Inhalt in lebensnahe und anschauliche Szenarien einbettest, desto besser können die Zuhörer:innen ihr Wissen vernetzen. Wenn sie nämlich nur mit Folien voller neuem, unzugänglichem Wissen konfrontiert werden, schalten sie schnell ab. Hier eignen sich auch immer gerne einige persönliche Anekdoten.

Wenn Du an bekannten Punkten ansetzt, wird das Thema plastischer und der inhaltliche Zugang fällt allen leichter. Analogien und Vergleiche veranschaulichen auch Zahlen und Fakten. Eine große Quadratmeter-Angabe in Fußballfelder umzumünzen, kann greifbarer wirken.

Auch die sprachliche Gestaltung sollte bei mündlichen Vorträgen und Präsentationen so einfach wie möglich sein. So sorgst Du dafür, dass alle Teilnehmer:innen folgen können und weniger angestrengt sind. Selbstverständlich kannst Du auch hier das sprachliche Niveau etwas an Deine Zielgruppe anpassen, aber dieser Grundsatz ist immer ratsam. Wichtige und neue Fachbegriffe kannst Du dann zusätzlich auf einer Folie hervorheben.

7. Feedback und Nachbereitung

Wie eigentlich bei allen Dingen, die wir so tun: Feedback hilft uns bei der Weiterentwicklung. Doch auch gerade bei Vorträgen und Präsentationen kann es Dir sehr helfen, wenn Du Dich selbst analysierst.

Ich weiß, niemand hört gerne seine eigene Stimme und so wird es nur noch schlimmer, aber es kann Dir wirklich helfen. Sportler:innen schauen sich beispielsweise häufig ihre Performance noch einmal in der Retrospektive an.

Denn es geht gar nicht nur um Kritik, sondern Du kannst auch identifizieren, was besonders gut und effektiv gelaufen ist. Denn in der Vortragssituation selbst hast Du meist gar nicht die Aufmerksamkeit, um die Reaktionen zu bewerten. In der Aufzeichnung kannst Du gleichzeitig Deine Leistung und die Wirkung von außen bewerten und gegebenenfalls anpassen.

Online kannst Du besonders einfach Aufzeichnungen machen, da Du ohnehin eine Kamera auf Dich ausgerichtet hast. Aber auch bei Präsenz-Vorträgen kannst Du aufzeichnen. Entweder installierst Du eine extra Kamera im Raum zu diesem Zweck oder Du nutzt Deinen Laptop, den Du vermutlich ohnehin vor Dir stehen hast. Eventuell beauftragst Du hierzu auch eine designierte Kamera-Person, die die Aufnahme überwacht.

Falls Deine Teilnehmer:innen zu sehen sein werden, informiere sie auf jeden Fall im Vorfeld über die Aufnahme und ihren Zweck.

Zusatztipp: Von den Besten lernen

Viele Menschen halten beispielsweise Steve Jobs für einen der effektivsten Redner überhaupt. Denn seine Strategie baut auf maximaler Ehrlichkeit und Direktheit auf, ohne viel Drumherum. Aber es gibt noch viele weitere Beispiele, die Du Dir alle auf YouTube ansehen kannst, sicherlich findest Du auch Verteter:innen Deiner Zunft.

So kannst Du Dir Inspiration holen und selbst nachempfinden, wie sich rhetorische Mittel aus der Zuhörer-Perspektive anfühlen.

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Auf YouTube findest Du unendlich viele Vorträge und Themen, hier ist etwa ein TED Talk

Brauchen moderne Lernende noch Lernbegleiter:innen?

Keine Panik, die Titelfrage ist natürlich bewusst überspitzt gestellt. Letzte Woche haben wir nämlich über das Selbstlernen gesprochen und auch über die Generation YouTube.

Eine ganz besondere Zielgruppe, die einfach als Tutorial Autodidakt aufgewachsen ist. Und auch mit dieser Selbstverständlichkeit, dass Lerninhalte kostenlos zur Verfügung stehen. Dieses Muster hat sich mittlerweile aber auch auf viele andere Menschen übertragen und es haben sich richtige Freebie-Jäger:innen entwickelt, die leider nie zu echten Teilnehmer:innen werden.

Dabei kam wieder diese Frage auf: Wie können Lernende überhaupt noch von Lernbegleiter:innen profitieren? Beziehungswiese viel eher: Wie kann man sie davon überzeugen, dass sie das wirklich werden?

Denn den Mehrwert von guten Lernprozessbegleiter:innen wollen wir hier natürlich nicht tatsächlich in Frage stellen. Ganz im Gegenteil, wir möchten uns gemeinsam anschauen, wie Du Dich als Trainer:in oder Coach als Verkaufsargument nutzen kannst.

Alles an einer Stelle

Auf Deiner jeweiligen Plattform bringst Du alle wichtigen Infos übersichtlich zusammen. Die richtigen Unterlagen, Downloads und Zusatzmaterial passend zu einem spezifischen Thema.

Vielleicht hast Du auch selbst schon mal versucht, Dir aus vielen Quellen Informationen zusammenzusuchen. Das kostet sowohl wesentlich mehr Zeit als auch Aufwand. Diese beiden Dinge ersparst Du Deinen Lernenden. Du bist der Filter, der aus der Fülle an Informationen genau das Wissen heraussucht, das Deine Teilnehmer:innen brauchen.

Denn Tutorial-Hopping führt am Ende vielleicht auch zu einem Ergebnis, ist aber mit einem wesentlich längeren und weniger zielgerichteten Weg verbunden.

Struktur begünstigt Lernerfolg

Ein bewusst geplantes Seminar ist genau darauf ausgerichtet, dass die Lernenden ihre Lernziele erreichen. Dazu gehört auch, dass Du für die entsprechende Lernhaltung sorgst. Du planst Energizer oder Motivationsbooster ein, die die Konzentration aufrecht erhalten.

Eine gewissen Verbindlichkeit durch ein Seminar oder Aufgaben ist ebenfalls sehr lernförderlich und sorgt dafür, dass der eigenen Motivation ein wenig auf die Sprünge geholfen wird. Auch feste Termine helfen dabei.

Dieselbe Verbindlichkeit bekommen Lernende aber auch von Dir zurück: Ersteller:innen von YouTube-Videos „schulden“ den Zuschauer:innen keinen weiteren Support, doch Du kümmerst Dich um die Lernbedürfnisse und -hindernisse.

Du weißt genau, in welcher Abfolge Du neuen Input hinzugibst und die verschiedenen Theorie- und Praxisblöcke zusammenführst. Das sorgt dafür, dass sich Lernende nicht erschlagen und überfordert fühlen und den Fokus auf die wesentlichen Inhalte behalten.

Deine Lernbegleitung ist auch für den richtigen Praxisbezug wichtig. Du erzeugst bewusst Handlungswissen und sorgst für Praxisorientierung.

Dein Expert:innen-Status

Du bist Spezialist:in für Dein Thema und hast oftmals sehr viel Erfahrung oder auch Abschlüsse auf dem jeweiligen Gebiet vorzuweisen.

Allein dieser Faktor ist schon wertvoll und wird in vielerlei Hinsicht lernförderlich für Deine Teilnehmer:innen sein. Du weißt, wie Du einen effektiven Lernweg zeichnest, der am Ende zu nachhaltig gespeichertem Wissen führt. Denn wir eignen uns in einem ungesteuerten Lernprozess oft beiläufig Wissen an, das wir nicht richtig abspeichern. Mit verschiedenen Methoden sorgst Du in einem Seminar für die Wissensspeicherung und auch für den Lerntransfer.

Einerseits ist der Support durch eine geschulte Lehrperson also ein wichtiges Element für den inhaltlichen Lernprozess, andererseits kannst Du aber auch auf vielen anderen Ebenen unterstützen.

Bindung und Moderation

Denn es gibt viele Themen, die eine besonders emotionale Lernbegleitung erfordern. In diesen Lernprozessen bist Du oft auch Berater:in oder leistest sogar psychologische Betreuung.

Du sorgst dafür, dass in einer Gruppe alle Mitglieder gehört werden und auch Konfliktsituationen entschärft werden. Die Gruppendynamik anzuregen und bei Bedarf zu lenken, ist also auch eine wichtige Aufgabe von Lernbegleiter:innen. Du erschaffst eine angenehme Lernatmosphäre, in der sich die Lerngruppe wohlfühlt und alle Beteiligten effektiv lernen können.

Du unterstützt sowohl individuell als auch gruppendienlich. Denn bei vielen sozialen Themen ist das emotionale Element so eingebunden, dass etwas neutralere Moderator:innen oder sogar Mediator:innen erforderlich sind.

Bedarfsgerechtes Lernen

Individualität ist ein wichtiges Stichwort. Beim eigenverantwortlichen oder ungesteuerten Lernen finden wir häufig nur sehr allgemeine Informationen, die nicht oder nur teilweise für uns anwendbar sind.

Als Lernbegleiter:in stellst Du nicht nur individuellen Lernbedarf fest, sondern kannst auch auf aktuelle Herausforderungen eingehen. Du kannst zusätzliche Informationen für jedes Szenario geben und oft auch aus eigener Erfahrung ganz direkt beraten.

Dazu zählt auch die Betreuung der unterschiedlichen Lernstile und Lernbedürfnisse. Informationen aus Online-Quellen sind meistens natürlich eine Art Einheitslösung und bieten nicht dieselbe Vielfalt wie Deine Lerninhalte und Unterlagen. So entstehen viele Lernhindernisse erst gar nicht oder können sehr schnell im Ansatz behoben werden.

Du bist auch Feedback-Geber:in und kannst gezielt Rückmeldungen geben, die Deine Teilnehmer:innen wirklich weiterbringen. Du beschäftigst Dich konkret mit den Ergebnissen der Lernenden und gehst persönlich und unmittelbar auf sie ein. Einen solchen Luxus haben Menschen sicherlich nicht, wenn sie ganz allein die Inhalte eines YouTube-Videos umsetzen.

Lernen lernen

Das klingt erstmal seltsam, aber aus der Praxis weißt Du sicherlich, dass viele Erwachsene nicht mehr unbedingt an das Lernen gewöhnt sind. Daher werden auch ihre eigengesteuerten Lernprozesse nie wirklich effektiv sein.

Als Lernbegleiter:in unterstützt Du auch hier methodisch und didaktisch indem Du Deine Teilnehmer:innen an das Lernen heranführst. Durch die richtige Unterstützung in wichtigen Momenten im Lernprozess machst Du Deine Teilnehmer:innen auch dauerhaft zu effektiveren Lerner:innen.

Die angeschlossene Lerngruppe

In den meisten Seminarformaten bietest Du oftmals auch direkt eine eigene Lerngruppe mit an. Natürlich gibt es auch Online viele Communities und Gruppen, aber eine echte Lerngruppe bietet nochmal einen anderen Support.

Die Teilnehmer:innen kommen hier oft aus einem ähnlichen Grund zusammen oder haben einen vergleichbaren Background. Der regelmäßige Austausch in der Gruppe regt die Motivation an und erzeugt oft auch dauerhafte Lernpartnerschaften.

Die Kommentar-Sektion unter Videos oder Facebook-Gruppen können beim Selbstlernen auch manchmal hilfreich sein, aber eine organsierte Lerngruppe hat einen anderen Charakter. Das liegt auch daran, dass alle auf derselben Grundlage lernen und sich so ganz gezielt austauschen können.

Zusammengefasst

Eine kompetente Lernbegleitung führt fast immer zu einem wesentlich höheren Lernerfolg. Deine Betreuung und Expertise ist dabei ein wichtiger Faktor, der Wertschätzung und auch eine faire Vergütung verdient.

Diese Liste kann Dir dabei helfen, diese Gründe auch bei Unternehmen und Auftraggeber:innen überzeugend anzubringen, damit Du Dich nicht unter Wert verkaufst. Und es gibt sicherlich noch einige individuelle Gründe mehr: Was ist Dein wichtigstes Argument, dass Deine Lernbegleitung wertvoll ist?

Brauche ich eine Lernplattform für meine Seminare?

Viele Schulen, Universitäten und Organisationen nutzen schon seit langer Zeit Lernplattformen für ihre Lernenden. Die digitale Unterstützung ergänzt oft auch Präsenz-Formate und stellt Unterlagen übersichtlich und ohne Papierchaos bereit.

Auch viele Trainer*innen und Dozent*innen nutzen für ihre Veranstaltungen ein Lernmanagement-System. Eventuell fragst Du Dich noch, ob sich eine solche Investition für Dich lohnt. Brauchen auch selbstständige Trainer*innen oder kleine Bildungsorganisationen ein LMS?

Was ist ein LMS genau – und was kann es nicht?

Über Lernplattformen oder Lernmanagement-Systeme kannst Du Materialien bereitstellen, die auch langfristig abrufbar sind. Im Prinzip ist ein LMS also einfach eine Content-Datenbank mit administrativen Funktionen. Du kannst verschiedene Gruppen und Kurse anlegen, die dort alle nötigen Unterlagen geordnet vorfinden. Sehr bekannt und viel genutzt sind sicherlich Moodle oder Canvas.

Über Moodle

Ein LMS ist im Gegensatz zu einem Autorentool hauptsächlich zur Bereitstellung von Material gedacht. Du kannst dort Deine erstellten Lernunterlagen wie Videos und Handouts hochladen. Ein Autorentool hingegen bietet Dir zusätzlich die Möglichkeit, Lerninhalte mit Hilfe des Tools zu erstellen – ein Beispiel ist etwa blink.it.

Du hast außerdem sicherlich schon von einigen Lernplattformen mit einem angeschlossenen Marktplatz gehört, wie Skillshare oder Udemy. Diese bieten sich an, wenn Du einen erstellten Kurs direkt über die Plattform an eine breite Masse verkaufen möchtest. Diese Option ist allerdings meistens nur geeignet, wenn Du Kurse zu kleineren Preisen erstellst und oft nimmt auch die Plattform selbst einen Anteil.

Viele Plattformen bieten auch zusätzliche Dienste wie Landing Pages, E-Mail Marketing oder eigene Zahlungsabwicklung an. Wenn Du also nach einer Allround-Lösung suchst und noch keine anderen Dienste für diese Zwecke nutzt, können auch solche Plattformen eine gute Wahl sein.

Überlege Dir also, welche Art von Plattform zu Deinen Bedürfnissen passt. Die meisten Anbieter haben auch die Möglichkeit, eine kostenlose Test-Version zu nutzen, also mache davon ruhig Gebrauch bevor Du Dich festlegst. Wir stellen Dir hier am Ende einige einsteigerfreundliche Lernplattformen/LMS vor.

Welche Funktionen bietet ein LMS

Was bietet Dir ein gutes LMS konkret an Vorteilen für Deine Seminare und auch für Deine Teilnehmer*innen?

  • Verwaltung und Organisation an einem Ort: Verschiedene Kurse und Gruppen individuell betreuen und Material für Teilnehmer*innen bereitstellen à bedarfsgerechtes Lernen
  • Kommunikation: Über Kommentarfunktionen oder integrierte Gruppen, sowie über die Verbindung zu Zoom o.Ä.
  • Lernfortschritt verfolgen und bei Bedarf nacharbeiten oder Erinnerungen versenden
  • Auswertungen über Quizze o.Ä.
  • Personalisierung/Anpassung an eigene CI
  • Einmal erstellte Kurse und Unterlagen lassen sich leicht duplizieren und ggf. aktualisieren à Zeitersparnis
  • Lernende können ganz auf Bedarf alle Inhalte nacharbeiten und das eigene Lerntempo unterstützen à zeit- und ortsunabhängiges Lernen, auch mobil
  • Vielfältige Lernunterlagen (Video, Text etc.) für jede Lernpräferenz einbinden

Einige Anbieter vorgestellt

Die Auswahl der geeigneten Lernplattform hängt ganz vom individuellen Bedarfsstand ab. Wir haben uns beispielsweise für die Plattform Coachy entschieden, da die direkte Integration einer Facebook-/Telegram-Gruppe und die Verbindung mit Digistore24 am Ende ein ausschlaggebender Faktor war. Darüber hinaus benötigten wir übersichtliche Funktionen, die auch für digitale weniger kompetente Zielgruppen geeignet sind und die Möglichkeit den Mitgliederbereich an das eigene Branding anzupassen.

Wir können die Plattform aus eigener Erfahrung sehr empfehlen und können mittlerweile auch sagen, dass der technische Kunden-Support sehr gut und vor allem auch schnell ist.

>>Zu Coachy

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Hier sind noch einige andere Lernplattformen in einem bezahlbaren Preissegment, die Du Dir anschauen und nach Deinen Anforderungen bewerten kannst:

Reteach

Kosten: im “Grow” Paket 99€/Monat für bis zu 5 aktive Kurse

  • deutscher Anbieter
  • einfach zu bedienen
  • guter an Branding anpassbarer Look
  • Integration von Zoom – direkte Live Calls aus der Plattform möglich ohne extra Einladung

Memberspot

Kosten: 71,20€/Monat für bis zu 10 Kurse

  • einfache Bedienung, gute Performance und Design
  • liegt auf EU-Servern
  • Speicher unbegrenzt
  • inklusive App auch für Kundennutzung
  • auch individuelle Tarife möglich

Lerny

Kosten: 47€/Monat für bis zu 20 Kurse und 40 GB internen Speicherplatz (extern unbegrenzt)

  • deutscher Anbieter
  • Design gut an Branding anpassbar, eigene Domain
  • reine Kursplattform mit Mitgliederbereich
  • Videos aus YouTube/Vimeo oder direkt hochladen

Spreadmind

Kosten: 79€/Monat für bis zu 7 Kurse

  • deutscher Anbieter
  • auch im Paket als komplettes Business-Tool erhältlich: Website/Blog, Landingpages, Mitgliederbereich, Videohosting, E-Mail-Marketing, Zahlungsabwicklung

*Dieser Link ist ein Affiliate-Link, d.h. wir bekommen eine kleine Provision, wenn Du über diesen Link buchst. Die Empfehlung für die Plattform ist dennoch 100% ehrlich und aus eigener Erfahrung!

Dich und Dein Angebot besser darstellen

Trainings und Coachings zu bewerben ist nicht einfach. Oftmals sind diese Konzepte und Dein Mehrwert weniger greifbar als etwa bei materiellen Produkten. Dabei ist der Wert Deiner Leistung natürlich nicht weniger hoch, aber die Kommunikation kann schwieriger sein.

Denn grundsätzlich gilt: Niemand möchte die Katze im Sack kaufen.

Unternehmen und Kund*innen möchten wissen, was sie konkret bekommen und wie es ihnen hilft. Daher gilt es, Deine Trainings als Lösung darzustellen, die Probleme bei Kund*innen lösen.

Marketing- und PR-Themen rufen bei vielen Menschen das Gefühl von Unaufrichtigkeit hervor. Wir persönlich vertreten immer die Meinung, dass Marketing offen und ehrlich sein sollte. Die Geschichten Deiner Teilnehmer*innen müssen echt und persönlich sein, denn nur dann fühlen sie sich auch aufrichtig an.

Wir wollen Dir nicht raten, leere Versprechungen zu machen oder überzogene Selbst-Beweihräucherung zu betreiben. Stattdessen möchten wir Dir Anregungen geben, wie Du Deinen realen Mehrwert entdecken und unterstreichen kannst.

Wie Du diesen dann auch effektiv kommunizierst, zeigen wir Dir hier:

1. Die richtigen Fragen stellen

Wenn Dein Produkt die Antwort ist, musst Du die entsprechenden Fragen kennen. Hier sind einige Leitfragen, mit denen Du Deinen konkreten Mehrwert herausarbeiten kannst:

Wer sind die Menschen in meiner Zielgruppe?

Welche Probleme begegnen ihnen in ihrem Arbeitsalltag?

Welche Kompetenzen können diese Probleme lösen?

Wie werde ich ihnen diese Kompetenzen vermitteln?

Was ist meine persönliche Geschichte zu diesen Themen?

Je konkreter und individueller Du diese Fragen beantwortest, desto leichter kannst Du die Antworten in Deine Kommunikation einfließen lassen.

2. Echte Fälle von echten Menschen

Marketing-Profis arbeiten gerne mit Testimonials. Das liegt daran, dass sich Deine potentiellen Kund*innen mit konkreten Personen viel besser identifizieren können. Gleichzeitig kannst Du den Effekt eines Trainings oder Coachings so wesentlich greifbarer machen und Erfolgsgeschichten erzählen.

Anhand von individuellen Geschichten kannst Du am besten demonstrieren, wie Du mit Deinem Angebot einen Mehrwert bietest. So können neue Kund*innen sich in diesen Stories wiedererkennen.

Auch bei Testimonials gilt: Bleib‘ authentisch und erfinde auf keinen Fall Menschen oder überhöhte Geschichten. Wenn Du zu diesem Zeitpunkt noch keine guten Testimonials hast, bitte vielleicht frühere Auftraggeber*innen oder fange jetzt einfach mit der Sammlung an.

Kontinuierlich und aktiv Feedback einzuholen ist ohnehin für Deine persönliche Weiterentwicklung wichtig. Aber gleichzeitig erstellst Du Dir so ein Portfolio aus Kundenstimmen und dokumentierten Fällen, die Du für Deine Kommunikation nutzen kannst.

Am allerbesten funktionieren diese sogar in Videoform, also bitte Deine Teilnehmer*innen ruhig um kurze Videos oder interviewe sie einfach. Denn Videos, in denen echte Menschen selbst zu Wort kommen und ehrlich erzählen, kommen besonders gut an.

3. Bilder

Ein Tipp, der sich vermutlich auf fast alle Formen von Kommunikation anwenden lässt und auch die Marken-Kommunikation macht hier keine Ausnahme.

Bilder kommunizieren ganz anders und viel direkter als reiner Text. Dabei kannst Du Bilder vielfältig einsetzen: Fotos (oder Screenshots) von Veranstaltungen oder Coachings zeigen Dich und Deine Arbeit in Aktion und Interaktion.

Bilder eignen sich für Deine Webseite und Social Media, aber auch für Flyer oder Broschüren. Denn Bilder wirken persönlich und holen Dein theoretisches Angebot in die Realität.

4. Online-Auftritt nutzen

Wenn Du aus der Präsenz kommst, hast Du wahrscheinlich bei den meisten Online-Dingen ständig das Gefühl, dass Du das alles mit realem Kontakt viel besser könntest. Das gilt sicher auch für den Verkauf oder die Platzierung Deines persönlichen Angebots.

Wenn Du zuvor noch nie eine Webseite oder Social Media betrieben hast, kommt es Dir bestimmt so vor, als könntest Du so Deine potentiellen Online-Kunden niemals so überzeugen, wie wenn Du direkt mit ihnen sprechen könntest.

Dabei musst Du in der digitalen Selbstdarstellung einfach nur eine etwas andere Sprache sprechen. Und auch über Online-Kanäle kannst Du viel direkter kommunizieren, als Du es vielleicht aktuell noch machst.

Digitale Wege eignen sich beispielsweise auch prima, um Appetithäppchen Deines Angebotes zu verteilen. Kleine Goodies oder Freebies geben Kund*innen einen Einblick in Dein Angebot und machen idealerweise Lust auf mehr.

Dabei muss es sich übrigens nicht um ein Online-Coaching oder einen Online-Kurs handeln – Du kannst mit guter digitaler Werbung natürlich auch auf Deine Präsenz-Angebote aufmerksam machen.

Potentielle Business-Partner*innen oder Dienstleister*innen zu googeln, ist für die meisten Menschen heutzutage ein natürlicher Schritt. Das mag Dich einerseits vielleicht noch einschüchtern, aber eröffnet Dir gleichzeitig unheimlich viele neue Möglichkeiten. Mit einem gut platzierten Online-Angebot kannst Du ganz neue Kunden- und Zielgruppen erschließen.

5. Ein konkretes Konzept

Ein belegbares Konzept verleiht Dir nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern ist auch ein weiteres greifbares Puzzleteil. Wenn Du einen überzeugenden Plan darlegen kannst, wirkt das Angebot professioneller und durchdachter.

Wie genau willst Du die nötigen Kompetenzen oder das Wissen vermitteln? Wieso wählst Du diese Methoden und wieso funktionieren sie besonders gut?

Vielleicht funktioniert Dein Trainingskonzept sogar als Alleinstellungsmerkmal: Verwendest Du Methoden oder Konzepte, die vielleicht eher ungewöhnlich oder neuartig sind?

Bonus-Tipp: Wenn Du Deiner Methode einen griffigen Namen gibst, kannst Du auch damit auf Dich aufmerksam machen!

6. Je mehr Persönlichkeit, desto besser

Als Trainer*in bist Du natürlich untrennbar mit Deinen Seminaren verbunden. Und oft bist Du genau der Faktor, der Dein Angebot unter den vielen so besonders macht.

Du darfst und solltest Dich als Dreh- und Angelpunkt Deiner Seminare darstellen. Einheitsbrei und Schema F locken wirklich kaum noch Kund*innen hinter dem Ofen hervor. Trau‘ Dich einfach mal etwas und finde Deinen eigenen Weg.

Du kennst Deine Zielgruppe oft selbst am besten und weißt, was sie brauchen. In Verbindung mit Dir als greifbarer und nahbarer Person wird auch Dein Angebot attraktiver.

7. Nicht alles ist Gold, das glänzt

Ein großes Problem bei Marketing-Themen ist oft, dass alles viel zu perfekt scheint, um wahr zu sein. Mittlerweile hat perfektioniertes Hochglanz-Marketing also auch gerne den unerwünschten Nebeneffekt, dass es Kund*innen misstrauisch macht.

Oder es langweilt die Menschen einfach zu Tode, da es sich kaum noch von anderen Angeboten unterscheidet (siehe Punkt 6!). Du bist ein echter Mensch und wir wachsen ständig an unseren Aufgaben.

Bist Du manchmal auf den sozialen Medien unterwegs und denkst, dass es bei allen anderen viel besser läuft als bei Dir? Oft liegt das auch daran, dass nur die Erfolge geteilt werden und ein scheinbar perfektes Image des unfehlbaren Profis aufgebaut werden soll. Dieses Schema aufzubrechen kann Dich und Deine Seminare jedoch sogar viel persönlicher darstellen.

Dabei sind der richtige Ton und die Mischung entscheidend: Nur zu jammern ist natürlich nicht der richtige Weg. Es geht eher darum, nicht immer nur die glänzenden Highlights zu zeigen, sondern eine glaubhafte, menschliche Geschichte zu erzählen.

Das kannst Du auch besonders gut über Deine Social Media Kanäle umsetzen. Hin und wieder die Stolperfallen – und natürlich was und wie Du daraus gelernt hast – des Trainer-Alltags darzustellen, gibt Dir viel Authentizität.

Abschließend sei also gesagt: Die Zeit der Marktschreierei ist im Prinzip vorbei. Für die meisten Menschen ist das sicherlich eine gute Nachricht, da es mehr Raum für Persönlichkeit und Individualität lässt.

Mitunter der wichtigste Grundsatz für gutes Marketing ist Glaubwürdigkeit. Je echter und persönlicher Deine Kommunikation ist, desto mehr können sich Deine Kund*innen mit Deiner Message identifizieren.